
Ein neues Kapitel in Nico Greutmanns Karriere beginnt: Der Schweizer bereitet sich auf den Aufstieg von der EMX250-Meisterschaft in die MXGP-Weltmeisterschaft vor. Greutmann wird 2026 alle europäischen Läufe der Serie bestreiten und damit einen bedeutenden Schritt in seiner Motocross-Karriere machen.
Während die meisten Fahrer traditionell von der MX2 in die MXGP aufsteigen, prädestinieren Greutmanns Größe und Statur ihn für eine 450er-Maschine, weshalb dieser Sprung ein logischer nächster Schritt ist. Für die kommende Saison hat er sich einem neuen Team im MXGP-Fahrerlager angeschlossen – Meuwissen Motorsports, das von der MX Academy Honda unterstützt wird – und wird auf Honda-Maschinen umsteigen.
Greutmann hofft, in die Fußstapfen seiner Schweizer Landsleute Jeremy Seewer, Valentin Guillod und Arnaud Tonus zu treten und sich in der Königsklasse des Motocross zu etablieren. Neben der MXGP-Weltmeisterschaft wird Greutmann auch an den ADAC MX Masters teilnehmen und, falls der Terminkalender es zulässt, möglicherweise einige Rennen in der Schweiz bestreiten.
Mit Talent, Statur und Entschlossenheit im Rücken werden alle Augen auf Greutmann gerichtet sein, wenn er sich der härtesten Motocross-Serie der Welt stellt.
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Raf Meuwissen:
Ich freue mich sehr, Nico im Team zu haben. Nico ist ein sehr guter Fahrer, und ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit ihm und darauf, was er 2026 auf der 450er-Maschine leisten kann.
Nico Greutmann:
Es war einfach an der Zeit, den Schritt in die Königsklasse zu wagen. Mein Gewicht und meine Größe waren auf der 250er-Maschine klare Nachteile, und die 450er liegt mir viel besser. Ich freue mich riesig darauf, die zusätzliche Power zu spüren und zu lernen, sie richtig zu beherrschen. Es ist einfach unglaublich – fast wie Schmetterlinge im Bauch. Alles ist neu: jedes kleine Detail am Motorrad, jedes Gefühl auf der Strecke. Es ist wie ein kompletter Neuanfang, nur mit all der Erfahrung, die ich bisher gesammelt habe.
Ich bin total begeistert vom neuen Motorrad, dem Team und den neuen Herausforderungen. Es ist ein bisschen wie mit einem Golden Retriever – pure Freude, Neugier und Energie. Ich weiß, dass jede Veränderung etwas Positives mit sich bringt, und genau das motiviert mich.
Es gibt so vieles, worauf ich mich freue. Besonders auf die Honda – ich wollte schon lange wieder ein japanisches Motorrad fahren. Außerdem habe ich einen Schweizer Teammanager, den ich seit meiner Kindheit kenne. Das gibt mir ein sehr sicheres Gefühl, weil ich weiß, dass Wort gehalten wird. Ich werde auch eine neue Trainingsstruktur haben, etwas, das ich so noch nicht erlebt habe – aber wie man so schön sagt: Manchmal wirkt ein Tapetenwechsel Wunder.
Ganz einfach: Ich will Spaß haben und mich in der 450er-Klasse richtig einleben. Es ist mein erstes Jahr, und ich denke, ein Platz um Platz 15 wäre schon sehr gut. Aber natürlich möchte ich so weit vorne wie möglich mitfahren.
Quelle: MX Academy
